Strich. Eintunken. Strich. Matt Cexwish pinselt eifrig bei seiner Schattierung drauflos. Die Maler des Team Deutschland und ihre Gäste haben einen Stand auf dem Games Day dnd geben sich wirklich Mühe, dem staunendem Publikum im Eiltempo Grundlagen und Techniken zu demonstrieren. So wie Matt, der in einem fort seine Arbeit an einer Miniatur für die Umstehenden kommentiert. Dann korrigiert er seinen letzten Arbeitsschritt und betont: “Eine Miniatur ist eigentlich nie wirklich fertig. Man muss sich reinarbeiten.”
Jetzt packt ihn die Begeisterung. Blitzschnell deutet er mit dem Pinsel auf verschiedene Farbtöpfe. “Zu einer wirklich lebendigen Mini gehören auch kalte Töne bei den Schatten: Blau. Violett. Ein Stich grün. Die sind immer dabei. Die Figuren setzen sich aus mehr als den Farbstufen ihrer Grundfarben zusammen.” Strich. Eintunken. Er knurrt unzufrieden. Schon setzt er er einen neuen Strich. “Siehst du: Einfach ordentlich abstreifen, den Pinsel. Es sind immer noch Farbpartikel drauf. So kannst du schnell sanfte Übergänge schaffen. Und immer wieder korrigieren. Das geht manchmal hin und her. Wie ein Kampf. Dann fange ich quasi wieder neu an.”
Jetzt erklärt Matt einer neugierigen Besucherin den Aufbau seiner Farbpalette. Jemand von hinten reicht Wasser- und Colaflaschen an. “Wieviel Layer malst du denn?” frage ich danach und beschließe, mir sofort eine größere Wetpalette zu basteln. Er schaut von seiner Lampe auf, schüttelt den Kopf und lacht abwehrend: “Immer diese Frage! Decken muss es natürlich. Es kommt nicht auf die Schichtungen an. Sondern auf den Effekt. Das Ergebnis.”
